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留学日志(刘艺博)

【来源: | 发布日期:2013-12-26 】

Die zwei Jahre, die ich in Deutschland verbracht habe, sind so schnell verflogen, dass, obwohl ich jetzt im Büro sitze und an den ersten Tag zurückdenke, als ich mit meinen Kommilitonen in Frankfurt am Main am Flughafen angekommen war, es mir vorkommt, als wäre es gestern gewesen. Ich kann mich heute immer noch daran erinnern, wie nervös aber gleichzeitig unbeschreiblich gespannt ich damals war, als ich mein Gepäck packte.

Wir sind im September 2011 nach Frankfurt am Main geflogen. Auf dem Zug nach Konstanz konnten wir unsere schweren Augen kaum zumachen, damit wir die schönen Landschaften draußen nicht verpassten. Nach ein paar Stunden ist ein unermesslich großer, hellblauer See ins Auge gesprungen. Da war der Bodensee und wir würden gleich angekommen. Das WG-Gebäude Seerhein ist 3 Minuten zu Fuß vom Rhein und unter uns gibt es schöne Kastanienbäume. Mein Zimmer war auf der dritten Etage und ich konnte sogar die Kastanienblätter durch mein Fenster anfassen. Der Boden auf der Straße war so sauber, dass meine Füße immer noch sauber waren, nachdem ich die ganze Zeit mit Flip-Flops herumgelaufen bin. Ich hatte damals fast gar kein Heimweh weil es so viele neue Sachen zu entdecken gab. Was mir am Anfang am meisten auffiel, war die Freundlichkeit der Leute. Alle Mitbewohner in der WG, nicht nur in meinem Gebäude, sondern auch die aus anderen WG-Gebäuden, grüßten sich ständig gegenseitig. Die Mitarbeiter in den Läden in der Altstadt und die Kassierer im Supermarkt sagten alle lächelnd „Guten Tag“, „Dankeschön“ und „Schönen Tag noch“. In China unvorstellbar. Die Tauben sind überall und haben keine Angst vor Leuten. Eine Eiskugel kostet 1 Euro und schmeckt unglaublich lecker. Die Mitarbeiter in dem türkischen Laden an der Ecke grüßen uns immer mit Nihao, Nihaoma. Den Döner dort muss man auch auf jeden Fall probiert haben. Man bleibt davon den ganzen Tag voll.

Das Lernen an der HTWG war am Anfang schwer, weil die Lehrer so schnell sprachen, dass wir uns die ganze Zeit konzentrieren mussten. Was mir auch auffiel, war, dass bei manchen Fächern (zum Beispiel BWL) wir zuerst die Unterlagen selbst durchlesen und danach die Fragen herausfinden mussten. Die Unterlagen waren schwer zu lesen mit vielen Fachwörtern für die kurze Zeit. Bei der Vorlesung wurden wir in kleinen 5er oder 6er Gruppen eingeteilt und da wurden die Fragen zuerst unter den Gruppenmitgliedern diskutiert danach erst konnten wir dem Lehrer Fragen stellen. Zum Schluss kam eine(r) aus jeder Gruppe vor und hielt eine kleine Präsentation. Am Anfang war es für uns alle schwer bei der Präsentation frei zu sprechen, aber mit der Zeit habe wir uns daran gewöhnt. Während der zwei Jahre habe ich sehr viel gelernt. Nicht nur das Fachwissen, sondern auch eine ersnthafte Denkweise und Arbeitsweise habe ich mir angeeignet.

Ab dem zweiten Semester habe ich einen Nebenjob gefunden und zwar in einem lokalen Hotel als Zimmermädchen angestellt. Da habe ich üblicherweise zwei Tage in der Woche bis zu ca. fünf Stunden am Tag gearbeitet. Die Hausdamen waren einfache Leute und sehr nett. Zwischendurch habe ich auch ein paar Tage bei einem chinesischen Restaurant als Kellnerin gearbeitet, aber die Arbeit da hat mir nicht sonderlich gut gefallen, weil man da weniger verdient hat und die Arbeit anstrengender war als im Hotel. Mit dem Geld, das ich selbst verdient habe, habe ich die Freizeit auch gut genutzt und bin in mehrere Länder gereist. Ich war in Tschechien, Ungarn, Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Griechenland, Türkei, Norwegen, Schweden und Dänemark. So viel gereist bin ich noch nie in meinem Leben. Alles muss man vorher gut planen: ein Ziel festlegen, Flug- und Zugtickets buchen, Hotels vergleichen und buchen...Auch wenn man alles genau plant, gibt es trotzdem viele Ungenauigkeiten und viel Unerwartetes. Aber genau das macht eine Reise voll mit Überraschungen. Man lernt die Welt besser kennen, wenn man viel reist.

Während der zwei Jahre habe ich viele nette und interessante Leute kennengelernt, die so unterschiedliche Weltanschauungen und Wertanschauungen haben, wie die meine. Meine Ansichten sind inzwischen auch breiter und weiter geworden. Zum Schluss muss ich mich meiner Uni in Xi’an herzlich bedanken, für die Chance nach Deutschland kommen zu dürfen und dort zu studieren. Die zwei Jahre Zeit sind im Nu verflogen, aber ich muss heute immer noch sagen, dass ich die schönste Zeit meines Lebens dort verbracht habe.

Liu Yibo

22.11.2013

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Die zwei Jahre, die ich in Deutschland verbracht habe, sind so schnell verflogen, dass, obwohl ich jetzt im Büro sitze und an den ersten Tag zurückdenke, als ich mit meinen Kommilitonen in Frankfurt am Main am Flughafen angekommen war, es mir vorkommt, als wäre es gestern gewesen. Ich kann mich heute immer noch daran erinnern, wie nervös aber gleichzeitig unbeschreiblich gespannt ich damals war, als ich mein Gepäck packte.

Wir sind im September 2011 nach Frankfurt am Main geflogen. Auf dem Zug nach Konstanz konnten wir unsere schweren Augen kaum zumachen, damit wir die schönen Landschaften draußen nicht verpassten. Nach ein paar Stunden ist ein unermesslich großer, hellblauer See ins Auge gesprungen. Da war der Bodensee und wir würden gleich angekommen. Das WG-Gebäude Seerhein ist 3 Minuten zu Fuß vom Rhein und unter uns gibt es schöne Kastanienbäume. Mein Zimmer war auf der dritten Etage und ich konnte sogar die Kastanienblätter durch mein Fenster anfassen. Der Boden auf der Straße war so sauber, dass meine Füße immer noch sauber waren, nachdem ich die ganze Zeit mit Flip-Flops herumgelaufen bin. Ich hatte damals fast gar kein Heimweh weil es so viele neue Sachen zu entdecken gab. Was mir am Anfang am meisten auffiel, war die Freundlichkeit der Leute. Alle Mitbewohner in der WG, nicht nur in meinem Gebäude, sondern auch die aus anderen WG-Gebäuden, grüßten sich ständig gegenseitig. Die Mitarbeiter in den Läden in der Altstadt und die Kassierer im Supermarkt sagten alle lächelnd „Guten Tag“, „Dankeschön“ und „Schönen Tag noch“. In China unvorstellbar. Die Tauben sind überall und haben keine Angst vor Leuten. Eine Eiskugel kostet 1 Euro und schmeckt unglaublich lecker. Die Mitarbeiter in dem türkischen Laden an der Ecke grüßen uns immer mit Nihao, Nihaoma. Den Döner dort muss man auch auf jeden Fall probiert haben. Man bleibt davon den ganzen Tag voll.

Das Lernen an der HTWG war am Anfang schwer, weil die Lehrer so schnell sprachen, dass wir uns die ganze Zeit konzentrieren mussten. Was mir auch auffiel, war, dass bei manchen Fächern (zum Beispiel BWL) wir zuerst die Unterlagen selbst durchlesen und danach die Fragen herausfinden mussten. Die Unterlagen waren schwer zu lesen mit vielen Fachwörtern für die kurze Zeit. Bei der Vorlesung wurden wir in kleinen 5er oder 6er Gruppen eingeteilt und da wurden die Fragen zuerst unter den Gruppenmitgliedern diskutiert danach erst konnten wir dem Lehrer Fragen stellen. Zum Schluss kam eine(r) aus jeder Gruppe vor und hielt eine kleine Präsentation. Am Anfang war es für uns alle schwer bei der Präsentation frei zu sprechen, aber mit der Zeit habe wir uns daran gewöhnt. Während der zwei Jahre habe ich sehr viel gelernt. Nicht nur das Fachwissen, sondern auch eine ersnthafte Denkweise und Arbeitsweise habe ich mir angeeignet.

Ab dem zweiten Semester habe ich einen Nebenjob gefunden und zwar in einem lokalen Hotel als Zimmermädchen angestellt. Da habe ich üblicherweise zwei Tage in der Woche bis zu ca. fünf Stunden am Tag gearbeitet. Die Hausdamen waren einfache Leute und sehr nett. Zwischendurch habe ich auch ein paar Tage bei einem chinesischen Restaurant als Kellnerin gearbeitet, aber die Arbeit da hat mir nicht sonderlich gut gefallen, weil man da weniger verdient hat und die Arbeit anstrengender war als im Hotel. Mit dem Geld, das ich selbst verdient habe, habe ich die Freizeit auch gut genutzt und bin in mehrere Länder gereist. Ich war in Tschechien, Ungarn, Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Griechenland, Türkei, Norwegen, Schweden und Dänemark. So viel gereist bin ich noch nie in meinem Leben. Alles muss man vorher gut planen: ein Ziel festlegen, Flug- und Zugtickets buchen, Hotels vergleichen und buchen...Auch wenn man alles genau plant, gibt es trotzdem viele Ungenauigkeiten und viel Unerwartetes. Aber genau das macht eine Reise voll mit Überraschungen. Man lernt die Welt besser kennen, wenn man viel reist.

Während der zwei Jahre habe ich viele nette und interessante Leute kennengelernt, die so unterschiedliche Weltanschauungen und Wertanschauungen haben, wie die meine. Meine Ansichten sind inzwischen auch breiter und weiter geworden. Zum Schluss muss ich mich meiner Uni in Xi’an herzlich bedanken, für die Chance nach Deutschland kommen zu dürfen und dort zu studieren. Die zwei Jahre Zeit sind im Nu verflogen, aber ich muss heute immer noch sagen, dass ich die schönste Zeit meines Lebens dort verbracht habe.

Liu Yibo

22.11.2013