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留学日志(丁诗琦)

【来源: | 发布日期:2012-09-13 】

Der Vergleich zwischen dem studentischen Leben in Deutschland und China

Shiqi Ding

In diesem Text geht es um eine Beschreibung von meinem bisherigen studentischen Leben und einigen Unterschieden darin zwischen Deutschland und China.

Am 23.09.2011 bin ich mit zwei Studierenden aus China in Deutschland angekommen. Ich wurde von meiner Mentorin Sabine am Bahnhof in Vechta abgeholt. Wer am internationalen Mentorenprogramm an der Universität Vechta teilgenommen hat, kann die Aufgabe einer Mentorin oder eines Mentors wahrnehmen und uns Gaststudenten beim Studium und Leben in Vechta helfen. Es besteht die Möglichkeit, sich regelmäßig zu treffen, um Erfahrungen und Gedanken auszutauschen , sodass ich meine Sprachkenntnisse verbessern kann.

Vor dem Semesterbeginn mussten wir noch jeden Tag Deutschkurse besuchen und Vorbereitungen auf das Leben und Studium in Deutschland treffen. Dabei haben uns die Mitarbeiter von Akademischem Auslandsamt sehr viel geholfen ( Fahrradausleihe, Campusführung, Stadtführung, Anmeldung beim Einwohnermeldeamt Stadt Vechta und bei der Ausländerbehörde des Landkreises Vechta, Kontoeröffnung bei einer Bank, Krankenversicherung, Immatrikulation, Bibliotheksführung, Einführung Stud-IP usw.) . Ich machte mir vorher Sorgen darum, dass ich diese komplizierten Sachen vielleicht nicht schaffen könnte, weil ich gedacht hatte, dass ich meine Gedanken nicht immer genau ausdrücken können würde, aber es gab bestimmte Mitarbeiter, die uns dabei behilflich waren, diese Dinge mit uns zu regeln. Inzwischen konnte man klar sehen, dass die Deutschen großen Wert auf Plan und Ordnung legen. Ich hatte auch vorher schon eine Liste bekommen, auf der stand, was wir jeden Tag um wie viel Uhr machen sollten. Ich finde das sehr toll, weil es half, die Zeit besser einzuteilen. Ich habe auch gemerkt, dass jeder Deutscher einen Terminkalender hat. In Deutschland ist es eine Gewohnheit geworden, einen Terminkalender zu haben und sich seine Zeit genau einzuteilen. In China ist es leider meistens nicht so. Wir machen auch Plane, aber sie sind meistens nicht so genau und wir machen sie auch nicht sehr häufig.

In Versicherungen gibt es auch Unterschiede zwischen China und Deutschland. In China kann man selbst entscheiden, ob man eine Krankenversicherung braucht oder nicht. Aber in Deutschland muss man mindestens eine Krankenversicherung haben.

Der Studentenausweis ist auch anders als in China. In China kann man den Studentenausweis während des ganzen Studiums ( meistens drei oder vier Jahre) benutzen. Alle zwei Semester, nämlich jedes Studienjahr, müssen wir Studiengebühren bezahlen, um uns zurückzumelden, aber wir benutzen immer denselben Ausweis. Er sieht wie ein kleines Heft aus und man kann mit ihm Zugfahrkarten ( aber nur für die Fahrt zwischen Heimatstadt und Semesterstadt) mit Rabatt kaufen. Im Vergleich dazu ist der Studentenausweis hier nur ein Blatt Papier und jedes Semester bekommt man einen neuen, der auch als Semesterticket gilt.

In China müssen alle Studenten in der Regel im Studentenwohnheim wohnen. Je nach Universität muss man zu zweit, zu viert oder zu sechst in einem Zimmer zusammen wohnen. Alle Studentinnen und Studenten wohnen in getrennten Gebäuden, während man in Deutschland meistens in einer WG (Wohngemeinschaft) wohnt, wo jeder ein einzelnes Zimmer haben kann . Jedes Ding hat zwei Seiten. Wenn man zusammen wohnt, fühlt man sich nicht so einsam, und die Beziehung zueinander ist sehr eng. Man geht zusammen zum Unterricht, in die Mensa, macht zusammen die Übungen und trifft die Vorbereitungen für die Prüfungen. Aber jeder hat seinen eigenen Plan. Wenn ich schlafen möchte, will die eine ihre Hausaufgaben fertig machen. Wenn ich mich auf das Lesen oder die Hörübungen konzentrieren möchte, ist die andere vielleicht gerade sehr laut. Das lange Zusammenleben kann auch wegen einer kleinen Sache in Alltagsleben zum Streit führen. Für mich ist es in Deutschland besser, denn ich kann alles machen, was ich möchte, ohne die Mitbewohner zu stören. Wenn wir Zeit haben, können wir auch etwas zusammen machen. In China ist das Kochen im Zimmer verboten, wir essen immer in der Mensa, die jeden Tag von vor 6.30 Uhr bis um 20.00 Uhr geöffnet ist und in der es über 100 Gerichte gibt. Jeden Tag um 12.00 Uhr und 18.00 Uhr muss man aber Schlange stehen, weil die meisten Lehrveranstaltungen dann enden und alle großen Hunger haben.

Zwischen den Lehrveranstaltungen in China und Deutschland gibt es mehrere Unterschiede. Hier kann man sich frei dafür entscheiden, an welchem Unterricht man teilnimmt und wie viele Lehrveranstaltungen man besucht. Jeder kann seinen Stundenplan selbst ausarbeiten, während er in China schon vor dem Semesterbeginn von den Mitarbeitern an der Universität festgelegt wird. Bei einigen Wahlfächern kann man sich selbst entscheiden, welche man besucht, aber man muss eine oder mehrere davon belegen. An unserer Heimatuniversität, die Fremdsprachenuniversität Xi’an heißt, haben wir je nach Studienfach und Studienjahr verschiedene Seminare und Vorlesungen, aber keine Tutorien. Die Übungen machen wir selbst in der Freizeit. Alles, was wir im Unterricht gelernt haben oder auch nicht, kann in der Klausur vorkommen. An allen Klausuren müssen wir teilnehmen und auch sie bestehen. Wenn man die Nachprüfung noch nicht schaffen kann, muss man ein Jahr wiederholen. Es ist noch schlimmer, wenn man in einem Semester viele Klausuren nicht besteht, weil es dazu führen kann, dass man kein Abschluss machen darf. In unserem Germanistischen Institut muss man insgesamt vier Jahre studieren. In den ersten zwei Studienjahren lernt man Deutsch, danach studiert man Germanistik. Im vierten Studienjahr muss man mindestens ein Praktikum machen. Im Vergleich dazu dauert das Bachelorstudium in Deutschland nur drei Jahre und die Germanistikstuden- ten müssen zwei Praktika machen. Besonders auffällig für mich ist die Atmosphäre im Unterricht in Deutschland, die ganz anders als in China ist. Hier kann man im Unterricht Fragen stellen, wenn man etwas nicht versteht oder Zweifel hat, über die man diskutieren kann, während wir in China fast immer sehr still sind und nur zuhören und ruhig Notizen machen. Fragen stellen die Lehrer auch oft, aber in meisten Fällen nennen sie den Namen von einer Studentin oder einem Studenten und dann soll sie oder er diese Frage beantworten. Wenn man irgendwas im Unterricht sagen möchte, muss man sich melden, aufstehen und auch stehen bleiben, um Respekt gegenüber den anderen (besonders gegenüber den Lehrern ) zu äußern. Wenn die anderen sprechen, darf man sie auf keinen Fall unterbrechen. Wenn man Fragen hat, ist es sehr häufig, dass man nach dem Unterricht zu den Lehrern geht und darüber spricht.

Zusammenfassend würde ich sagen, dass ich wirklich sehr viel erfahren und meinen Horizont erweitert habe, seitdem ich in Deutschland angekommen bin. Insgesamt werde ich ein Jahr in Deutschland als Austauschstudentin studieren. Wegen des unterschiedlichen Lebensstils und Bildungssystems bestehen natürlich oft Missverständnisse zwischen mir und den anderen Deutschen. Bedeutend für mich ist, dass ich mich jetzt gut anpassen und die Ursachen von Missverständnissen erkennen und erklären kann. So können wir mögliche Probleme lösen und uns gut verstehen.